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Hochwassersituation in Zwentendorf - Update 8.6.2013 2000


Aufgrund der Prognose für den Messpegel Kienstock wurde am Montag im Bereich der DOKW-Siedlung in der Ing. August-Kargl-Straße eine zusätzliche Erhöhung des Dammes durchgeführt.

Zeitgleich wurde seitens der Einsatzleitung aus Gemeinde und Feuerwehr geplant den Hochwasserschutzdamm auf einer Länge von knapp einem Kilometer zu erhöhen. Hierzu wurde ab ca. 16:30 Uhr mit dem Abfüllen der Sandsäcke bei der Halle der Firma Hummer begonnen. Um 18:00 Uhr traf der Katastrophenhilfsdienst-Zug des Bezirkes Tulln ein um diese zu verlegen. Die Dammerhöhung konnte gegen 0:00 Uhr abgeschlossen werden.

Gegen 19:30 Uhr erfolgte die Meldung, dass im Sozialzentrum ein geringer Wassereintritt feststellbar war. Hier wurden die Bereiche gesichert und mit Auspumparbeiten begonnen.

Eingesetzt waren hier rund 150 Einsatzkräfte sowie zahlreiche freiwillige Helfer und die Bediensteten der Marktgemeinde Zwentendorf.

 

Am Dienstag erfolgte um 06:15 Uhr die Meldung, dass es auch im Bereich des Bauhofes zu einem Anstieg des Grundwassers gekommen war. So wurden auch hier Auspumparbeiten und Sicherungsmaßnahmen durchgeführt.

Ab 09:30 Uhr waren erste Wasserstellen im Bereich des Trainingsplatzes des Sportvereines Zwentendorf erkennbar.

Gegen 11:00 Uhr wurde von der Dammwache festgestellt, dass es bei einem Stromverteiler zu einem Wasseraustritt gekommen ist. Bei der Erkundung wurde festgestellt, dass das Wasser über einen Brunnen, welcher sich am Damm befindet, mit einer Drainage-Leitung mit diesem verbunden ist. Der Brunnen füllte sich mit Sickerwasser, welches dann über die Leitung beim Stromzähler ausgetreten ist. Als erster Schritt wurde der betroffene Zähler stromfrei geschaltet. Zur Behebung des Problems wurde als Erstmaßnahme das Niveau des Brunnens abgesenkt und die Leitung dann vom Brunnen aus, bestmöglich abgedichtet. Als weitere Maßnahme wurden Sandsäcke in Brunnenform um den Verteiler gelegt um eine Ausschwemmung zu verhindern.

Gegen 13:00 Uhr erhielten wir seitens der EVN die Meldung, dass sich im Kabelkanal eines Trafos in der Ing. August-Kargl Straße ca. 30cm Wasser gesammelt hatte. Hier wurde eine Pumpe mit Niveauschalter stationiert. Zeitgleich wurde eine kleinere Hilfeleistung bei einem benachbarten Haus durchgeführt.

Um 17:00 Uhr wurde der Unterabschnitt Michelhausen und der Unterabschnitt Würmla zur Unterstützung angefordert. Dieser wurde eingesetzt um den Grundwasserspiegel zu halten. Nach Fertigstellung der Pumpleitung und kleineren Sicherungsmaßnahmen konnten die Feuerwehren der angeforderten Feuerwehren wieder einrücken. Lediglich eine Gruppe aus drei bis fünf Mann blieben vor Ort um die Pumparbeiten zu überwachen. Zur Stromversorgung der Pumpen wurde weiters das 150kVA –Notstromaggregat des Bezirkes Tulln angefordert. Während der Zeit von 17:30 bis ca. 22:30 Uhr war eine örtliche Umleitung der Ing. August-Kargl-Straße eingerichtet, damit die Einsatzkräfte ungehindert arbeiten konnten.

Weiters erhielten wir eine Meldung, dass ein Reh sich aus der Donau an Land gerettet hatte. Das Mannschaftstransportfahrzeug fand das erschöpfte Reh und blieb bis zum Eintreffen der Jagdaufsicht vor Ort.

Gegen 22:00 Uhr betrug der Niveau-Unterschied zwischen Wasseroberfläche und der Niedrigsten Dammkrone (ohne Sandsackerhöhung) 20 cm. Eingesetzt waren am Dienstag rund 100 Feuerwehrmänner sowie zahlreiche freiwillige Helfer und die Gemeindebediensteten.

 

Am heutigen Mittwoch betrug der niedrigste Niveau-Unterschied um 07:00 Uhr 7 cm. Dies war der derzeitige Höchststand, der Pegel ist zurzeit leicht fallend.

Gegen 10:00 Uhr erging die Meldung, dass es beim neuen Vereinshaus des Sportvereines zu einem Eindringen des Grundwassers gekommen ist. Auch hier wurde mit Pumparbeiten begonnen.

Die Pumpen aus den Unterabschnitten Würmla und Michelhausen sind weiterhin noch im Einsatz.

Am Mittwoch erhielten wir um 11:00 Uhr die Meldung, dass es auch im Keller des Verwaltungsgebäudes des Atomkraftwerkes zu Überschwemmungen gekommen ist. Hier ist die BTF Kraftwerk Dürnrohr im Einsatz.

Weiters musste bei der Wehranlage beim AKW insgesamt 13 Anhänger voll Treibgut von einer Verklausung entfernt werden.

Der Donaupegel heute Donnerstag ist weiter sinkend. Die Pumparbeiten dauern noch weiter an.

Der Rathausplatz und der Althanweg wurden durch das TLF Erpersdorf gereinigt und wieder freigegeben.

Am Freitag wurden die Dammbalken beim Hochwasserschutz in Zwentendorf entfernt und mit den Reinigungsarbeiten begonnen. So mussten rund zwei Kilometer Schlauchmaterial gereinigt und gerollt werden.

Weiters wurde ein leichter Wassereintritt im Hallenbad Zwentendorf gemeldet. Hier wurde sicherheitshalber eine Abschottung durchgeführt und mit einem Nassauger das ausgetretene Wasser entfernt. Das 150 kVA Notstromaggregat konnte wieder einrücken.

Die Pumparbeiten im Bauhof, Sozialzentrum und am Sportplatz bleiben weiter aufrecht.

Am Samstag konnten die Aufräumarbeiten weiter fortgesetzt werden. So mussten die Fahrzeuge und Geräte wieder einsatzbereit gemacht werden.

Weiters wurde durch die Firma Hummer zwischen Dammöffnung und Holzplatz eine Entwässerung gegraben, damit das restliche Wasser wieder den Weg zurück in die Donau finden konnte.

Die Pumparbeiten im Bauhof, Sozialzentrum und am Sportplatz bleiben weiter aufrecht.

Der größte Durchflusswert am Pegel Kienstock betrug 11.100 m3/sec und ist somit um 200m3 weniger als 2002 und entspricht einem einhundertjärigem Hochwasser.

Ein großer Dank gilt allen freiwilligen Helfern die sich unter anderem beim Befüllen der Sandsäcke beteiligt haben. Hier wurden insgesamt 300 Tonnen Sand in ca. 11.000 Sandsäcke abgefüllt und verlegt.

Weiters wollen wir uns bei

  • Der Firma Hummer
  • Beim Gasthaus Holzmayer
  • Bei der Fleischerei Höchtl
  • Bei der Bäckerei Griessler
  • Bei Griessler Wolfgang
  • Bei der Firma Getränke Weber
  • beim Tomorrow-Festival
  • bei der Brauunion
  • und bei der Firma Waringer bedanken.

 

Ein Weiterer Dank, gilt

  • Vizebürgermeister Horst Scheed
  • Petra Scheed
  • Motl Monika
  • Kühtreiber Marinanne
  • Seitl Erwin, für die Versorgung der Einsatzmannschaft.


 

Einsatzkräfte So. 10 Mann
Einsatzkräfte Mo. 150 + 100 freiwillige Helfer
Einsatzkräfte Di. 100 Mann
Einsatzkräfte Mi. 50 Mann
Einsatzkräfte Do. 20 Mann
Einsatzkräfte Fr. 20 Mann
Einsatzkräfte Sa. 15 Mann
Gesamt Mann Stärke 365 Mann
Gesamt Eingeseätzte Feuerwehren 15
Gesamt Schlauchzimmer 2.500 Meter
Verlegte Sandsäcke 11.000 Stück
Verbrauchter Sand 300 Tonnen
Anzahl der eingesetzten Pumpen 30 Stück
Anzahl der eingesetzten Nassauger 3 Stück

Stand 8. Juni 20:00 Uhr  



Einsatzleiter OBI Gerhard Zanitzer
Fahrzeuge ALF + MTF + RLFA+ TLFA
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Bericht verfasst von: OBI Gerhard Zanitzer


Zuletzt geändert am 08.06.2013 um 19:47

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