Am Dienstag, den 8. September 2026, fand im Donauhof eine gemeinsame Feuerwehrsitzung der Feuerwehren Kleinschönbichl, Erpersdorf und Zwentendorf und des Gemeinderates statt. Ziel des Abends war es, sich sachlich über die aktuelle Situation der Feuerwehren zu informieren, Erfahrungen auszutauschen und mögliche Zukunftsperspektiven zu diskutieren. Christof Baum und Eva Befeldt moderierten durch die Sitzung und sorgten dabei für einen sachlichen und strukturierten Rahmen.
Programmablauf
Zu Beginn stellten die Kommandanten der drei Feuerwehren OBI Markus Maurer, OBI Tobias Hochmuth und HBI Martin Kaufmann die jeweilige Ist-Situation ihrer Standorte vor. Anhand von Zahlen, Daten und konkreten Unterlagen wurden sowohl die derzeitigen Rahmenbedingungen als auch die jeweiligen Herausforderungen dargestellt.
Dabei wurde deutlich, dass die bauliche Situation bei diesen drei Feuerwehrhäusern Handlungsbedarf aufweist. Genannt wurden unter anderem notwendige Sanierungen, fehlender Platz, bauliche Mängel sowie nicht ausreichende Sanitärräumlichkeiten. Aufgrund dessen stehen diese drei Feuerwehren im Fokus.
Im Zuge der Präsentationen wurden zahlreiche Gemeinsamkeiten, aber auch die unterschiedlichen örtlichen Rahmenbedingungen sichtbar. Der persönliche Austausch zeigte dabei, wie wichtig das Thema für die Mitglieder der Feuerwehren ist und welche Bedeutung die jeweiligen Feuerwehrstandorte haben.
Erfahrungen aus einer bereits erfolgten Fusion
Besonders interessant war der Erfahrungsbericht von ABI Kommandant Franz Holzmann der Feuerwehr von Hain-Zagging. Er berichtete über die Fusionierung seiner Feuerwehr, die vor rund zehn Jahren stattgefunden hat. Dabei gab er Einblicke in die anfänglichen Herausforderungen, die mit einem solchen Veränderungsprozess verbunden waren, sowie in die positiven Entwicklungen, die sich daraus ergeben haben.
Auch die Organisation des Feuerwehrfestes wurde thematisiert. Hier konnte durch eine optimierte Organisation und dementsprechende Ausgestaltung des neuen FF-Hauses eine effizientere Durchführung erreicht werden.
Vor- und Nachteile einer möglichen Fusion bzw. Feuerwehrhaussanierung
Im weiteren Verlauf des Abends wurden mögliche Vor- und Nachteile einer Fusionierung und der Feuerwehrhaussanierungen diskutiert. Dabei wurden sowohl organisatorische und infrastrukturelle Aspekte als auch die Bedeutung der gewachsenen Identität der einzelnen Feuerwehren berücksichtigt.
Als mögliche Vorteile einer Fusionierung wurden unter anderem eine gemeinsame Nutzung von Infrastruktur, eine Bündelung von Ressourcen und eine langfristige bauliche Perspektive diskutiert. Gleichzeitig wurden mögliche Herausforderungen wie der Verlust gewachsener Identitäten und Strukturen angesprochen.
Ing. Gregor Koberger (Bauamt) informierte darüber hinaus über mögliche Standorte und die damit verbundenen baulichen Perspektiven.
Gemeinsame Entscheidungsfindung im Mittelpunkt
Die endgültige Entscheidung über die weitere Vorgehensweise (Sanierung, Neubau, Fusionierung) liegt in letzter Instanz beim Gemeinderat der Marktgemeinde Zwentendorf. Bürgermeisterin Török und dem Gemeinderat ist es jedoch wichtig, die Entscheidung auf einer möglichst breiten und sachlichen Grundlage zu treffen.
Daher soll den betroffenen Feuerwehrmitgliedern die Möglichkeit gegeben werden, sich zu informieren, ihre Sichtweisen einzubringen und an der Entscheidungsfindung mitzuwirken. Ziel ist eine gemeinsame, zukunftsfähige und langfristige Lösung.
Bei allen Diskussionen soll dabei eines im Mittelpunkt stehen: Retten, Löschen, Bergen und Schützen sowie die bestmögliche Zukunft der Feuerwehren in der Marktgemeinde Zwentendorf schaffen.
Abstimmung im Oktober über Sanierung, Fusion oder Neubau
Am Sonntag, den 18. Oktober 2026 findet von 8:00 bis 12:00 Uhr eine Abstimmung im Gemeindeamt statt. Wahlberechtigt sind die Mitglieder des Gemeinderates und der Feuerwehren Kleinschönbichl, Erpersdorf und Zwentendorf mit Stichtag 01.09.2026.
Zusätzlich besteht die Möglichkeit, bereits im Zeitraum von 5. bis 16. Oktober 2026 während der Öffnungszeiten am Gemeindeamt abzustimmen.
Sollte bei der Abstimmung keine eindeutige Mehrheit von mehr als 50 Prozent erreicht werden, ist eine Stichwahl vorgesehen.
Text und Bild: @Gemeinde Zwentendorf