Am Donnerstag, dem 12. Juni 2025, fand in der Mittelschule Zwentendorf eine groß angelegte Einsatzübung der Feuerwehr statt.
Annahme war ein Brand im Werkraum im Erdgeschoss. Der dabei entstehende Rauch breitete sich rasch über das Stiegenhaus des Altbaus aus, wodurch der Fluchtweg für je eine Klasse im 1. und 2. Obergeschoss blockiert wurde. Dank der im gesamten Schulgebäude installierten automatischen Brandmeldeanlage wurde umgehend das Evakuierungssignal ausgelöst und die Feuerwehr Zwentendorf zu einem B1 GMA-Brand alarmiert.
Nach dem Eintreffen vor Ort ließ der Einsatzleiter aufgrund der Lage die Alarmstufe auf B2 erhöhen. Gemäß dem für das Schulobjekt hinterlegten Alarmplan wurden daraufhin die Feuerwehren Erpersdorf, Dürnrohr, Bärndorf sowie die Feuerwehr Tulln-Stadt mit der Drehleiter nachalarmiert. Noch vor dem Eintreffen der weiteren Kräfte führte die FF Zwentendorf eine erste Lageerkundung durch, errichtete die Einsatzleitung und ermittelte in Zusammenarbeit mit den Lehrkräften die Zahl der vermissten Personen.
Mehrere Atemschutztrupps wurden zur Evakuierung der eingeschlossenen Klassen eingesetzt. Mit Fluchthauben ausgestattet, konnten die Schüler und Lehrkräfte in Kleingruppen durch das verrauchte Stiegenhaus ins Freie gebracht werden. Parallel dazu wurde über die Drehleiter eine Personenrettung vom Dach des Schulgebäudes durchgeführt. Noch während der Evakuierungsmaßnahmen wurde festgestellt, dass sich drei weitere Personen auf das Dach des Turnsaals im Innenhof retten konnten. Die Drehleiter erhielt den Auftrag, auch diese Personen zu retten. Hierfür musste sie ihre Position verändern und über den Hof des Rathauses anrücken, um die Rettung erfolgreich durchzuführen.
Nach etwa 45 Minuten waren alle Personen aus dem Gebäude gerettet und der simulierte Brand gelöscht. Nach erfolgter Entrauchung konnten alle Schülerinnen, Schüler und Lehrkräfte wieder in ihre Klassen zurückkehren und den Unterricht fortsetzen.
Zum Abschluss der Übung fand eine gemeinsame Nachbesprechung mit allen beteiligten Feuerwehren, der Schuldirektion und der Bürgermeisterin statt, bei der das Einsatzgeschehen analysiert und Optimierungspotenziale diskutiert wurden.