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Schadstoffschulung mit Experimentalvortrag

Im Feuerwehrdienst begegnen uns die unterschiedlichsten Schadstoffe. Von der kleinen Ölspur bis hin zum Austritt hochgiftiger Substanzen kann die Feuerwehr mit einer Vielzahl an Gefahrenstoffen konfrontiert werden. Doch nicht nur bei speziell definierten Schadstoffeinsätzen spielt dieses Thema eine wichtige Rolle. Auch bei zahlreichen anderen Einsatzarten sind mögliche Schadstoffgefahren stets zu berücksichtigen – sei es durch Atemgifte bei einem Brandeinsatz oder durch unbekannte Flüssigkeiten bei Auspumparbeiten.

Um dieses umfangreiche Thema näher zu beleuchten, fand am Mittwochabend, dem 28. Oktober 2026, im Feuerwehrhaus Zwentendorf eine Schadstoffschulung für alle Mitglieder statt. Um möglichst viele Bereiche abzudecken und fundierte Informationen vermitteln zu können, durften wir diesmal einen externen Vortragenden begrüßen. Ing. Wolfgang Roth leitete die Schulung und konnte seine umfangreiche Expertise als Chemiker verständlich und praxisnah an unsere Mitglieder weitergeben.

Zu Beginn wurden die grundlegenden Unterschiede zwischen Säuren und Laugen sowie deren jeweilige Eigenschaften behandelt. Ebenso wurden die verschiedenen Brandklassen besprochen und anhand praktischer Beispiele veranschaulicht. Das theoretische Wissen wurde von Wolfgang laufend durch entsprechende Versuche und Vorführungen ergänzt. Von brennbaren Dämpfen bis hin zur Freisetzung gefährlicher Gase durch das Vermischen unterschiedlicher Chemikalien konnten mögliche Gefahren und deren Folgen eindrucksvoll demonstriert werden.

Ein weiterer wichtiger Schwerpunkt lag auf der Gefahrenabwehr sowie den richtigen Erste-Hilfe-Maßnahmen im Umgang mit unterschiedlichsten Stoffen. Nicht jeder brennende Stoff kann mit Wasser gelöscht werden – bei manchen Stoffen kann Wasser das Brandgeschehen sogar zusätzlich verstärken, anstatt es einzudämmen. Genau solche Zusammenhänge gilt es zu verstehen und im Feuerwehreinsatz entsprechend zu berücksichtigen.

Sollte es trotz aller Sicherheitsvorkehrungen und der Verwendung geeigneter Schutzausrüstung dennoch zu einem Unfall kommen, ist rasches und richtiges Handeln entscheidend. Daher wurden auch die wichtigsten Erste-Hilfe-Maßnahmen bei Kontakt mit unterschiedlichen Schadstoffen ausführlich erläutert, um im Ernstfall sowohl bei betroffenen Einsatzkräften als auch bei anderen verletzten Personen rasch die richtigen Schritte einleiten zu können.

Nach rund zwei Stunden konnte die äußerst anschauliche und lehrreiche Schadstoffschulung beendet werden. Wir bedanken uns nochmals herzlich bei Wolfgang für seine Zeit, die fachkundige Wissensvermittlung und den gelungenen Vortrag!